Der Atem zwischen den Welten
Werde unbesiegbar.
Ich garantiere dir: Am Ende dieses Posts wirst du die Welt mit anderen Augen sehen. Alles, was du in Zukunft tust, wirst du durch diesen neuen Augenblick filtern. Er brennt sich ein in deine Netzhaut. Und ich kann dir gleich sagen: Das ist nicht immer angenehm! Aber er wird dir dabei helfen, den Fokus auf dem Wesentlichen zu halten. Ich spreche von einem “Wahrheitsfilter”. Was das ist, erfährst du im nächsten Atemzug.
Wir kennen unsere Wahrheit bereits. Nur meistens verlieren wir im Nebel des Alltags einfach den Blick darauf. Die Frage ist also, wie sehen wir unsere “blinde Flecken” und was tun wir, wenn wir wieder klar sehen? Und weißt du was. Die Antwort ist manchmal einfacher als wir denken. Wir verkomplizieren alles immer nur, weil wir immer zu weit denken wollen. Was zählt, ist dieser Moment.
Wie wärs also mal mit chillen und einfach atmen Bro… Aber ich habe so viele Fragen. Sag mir, wie atmet eine Seele?
“Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und so ward der Mensch eine lebendige Seele.”
-Genesis 2,7 (Lutherbibel 1912)
Einatmung
Du atmest zum Beispiel gerade ein - Ich auf der anderen Seite aus. Ja, gerade weil ich ausatme, kannst du erst einatmen. Ich schreibe diese Worte, die dich hoffentlich auch begeistern. Worte, die dir Leben schenken wollen, weil sie voller Leben überschwappen. Lesen und Schreiben. Ein- und Ausatmen.
Für dich bin ich gerade nichts als Luft. Eine frische Brise aus unbekannter Richtung. Doch eine ganze Seele steckt dahinter. Ein Geist, der dich inspiriert, sodass du dich nicht mehr verlierst. Ich seh dich. Aber keine Angst. Du musst meinen Augenblick nicht erwidern. Du hast auch die Freiheit, den Fokus zu ändern. Wegzuklicken und weiter zu scrollen. Einen anderen Autor zuhören und seine Ideen schmecken. Oder du könntest dich dafür entscheiden, selbst zu schreiben. Vielleicht hast du ja genug Luft geholt und du hast den Impuls auszuatmen. Etwas loszuwerden. Wenn dir dieser Atemzug gerade aber gut tut, dann bleib doch hier bei mir.
Die Seele atmet in Augenblicken. Du atmest ein, was du wahr nimmst. Was auch immer das für dich sein mag. Gerade sind es diese Buchstaben, die Wörter bilden und in Sätzen dann letztendlich lebendig werden. Oder was geht hier ab? Was machst du eigentlich hier? Zum Glück musst du darüber nicht nachdenken. Ich sage dir nämlich ganz genau, warum du hier bist. Folge einfach meiner Stimme.
Eigentlich siehst du ja nur Striche, oder nicht? Aber diese Striche nimmst du als Geschichte wahr. Einen ganz besonderen Augenblick findest du Hier. Als ob dieser Moment voller Leben steckt. Voller Magie. Und du bist der Zauberer. Du liest lediglich meinen Zauberspruch.
Was ich hier sage ist: Atmen ist eine Form von Zauberei. Du kannst dich bewusst dazu entscheiden, wann du einatmest und doch geht der Atem weiter, auch ohne dich.
Als würdest nicht du atmen, sondern das Leben selbst würde durch dich atmen können. Hast du dir schon einmal die Frage gestellt, welche Qualität diese Luft hat, die du jeden Tag atmest? Und viel spannender eigentlich. Welche Qualität atmet dann das Leben mit dir?
Welche Gespräche führst du? Welche Bücher liest du? Welche Filme schaust du? Wem folgst du auf Social Media. In welcher Informationsökologie befindest du dich? Wachsen hier überall Bäume? Bekommst du frischen Wind? Oder ist hier nur Beton und Rauch?
Wenn du nicht bewusst wählst, was dich begeistert, tun es die anderen für dich. Da sie dich aber nicht kennen, scheitern sie kläglich an dieser Aufgabe. Damit verfluchen sie dich zu einem Leben, was nicht dein Eigenes ist. Du brauchst einen Wahrheitsfilter! Er hält deinen Geist wach und lebendig. Er passt auf, dass kein Smok deine Sinne vernebelt.
Ausatmung
Was auch immer du einatmest, atmest du irgendwann auch wieder aus. Frisst du Scheiße, fühlst du dich scheiße. Ein - und Ausatmen ist ein und derselbe Prozess. Wir können die zwei nicht voneinander trennen. Du atmest aus, weil du eingeatmet hast und du atmest ein, weil du ausgeatmet hast. Du kannst es dir auch als Konsum und Kreation vorstellen. Was auch immer du konsumierst kommt am Ende wieder raus.
Wir vergessen, dass ein Atemzug nicht nur passiert – er bedeutet etwas. Zwischen Ein- und Ausatmen entsteht kein Automatismus, sondern ein Moment, in dem du bewusst werden darfst. Zwischen Ein- und Ausatmen liegt also ein Raum. Ein winziger, unscheinbarer Augenblick, in dem du wählen kannst. In dem du entscheiden kannst, ob du einfach weiter konsumierst – oder ob du beginnst, etwas Eigenes in die Welt zurückzugeben.
In dieser Gesellschaft zeigt uns aber keiner, wie wir in die Kreation kommen. Wie man wirklich atmet. Vielmehr wird uns gezeigt, wie wir “den Atem anhalten”. Damit ersticken wir geistig an unserem Konsum. Wir stapfen nicht mehr in unser kreatives Potential. Und ja, das Wort “stapfen” ist bewusst gewählt. Dein Potential steht bereits geschrieben 😉. Du trittst lediglich in deine Fußstapfen.
Wenn du zum Beispiel in einem Gespräch bist, und auf einmal in Gedanken abdriftest. Das kennst du doch, oder? Genau diese Gedanken sind dann der Pfad. Nur eben nicht konsumiert, sondern ausgesprochen. Die Kreation wäre, deine Gedanken mit der Gruppe zu teilen. Du bringst dich mit ein.
Beim Ausatmen erschaffst du also etwas, selbst wenn du es nicht bemerkst. Du gibst zurück, was nie dein war. Und damit hinterlässt du deinen Abdruck in der Welt. Egal ob du ein Gedicht schreibst oder eine Entscheidung triffst. Frag dich doch mal, welchen Abdruck du hinterlassen willst? Und welchen hast du bisher hinterlassen? Jedes Wort, das du sprichst, kommt ja von woher. Die Frage ist, kommt es aus der Vergangenheit? Oder aus der Zukunft? Ruft es dich, oder hält es dich fest?
Irgendetwas hat dich ja zu diesem Moment hier geführt. Keine Ahnung… vielleicht hast du durch Substack gescrollt und “zufällig” diesen Post gesehen. Oder du bist bereits ein treuer Freund. Viellicht liest du aber auch gerade mein Buch und steckst gerade mitten in der Geschichte, in der ich dir das Wellenreiten zeige🌊 🏄🏻♂️. (Das Buch ist derzeit noch nicht verfügbar. Sorry!) Dass du gerade diese Zeilen ließt hat einen Grund. Die entscheidende Frage ist. Begeistere ich dich?
Schau, das Problem ist, wir atmen ständig Dinge ein, die gar nicht uns gehören sollen. Erwartungen, Meinungen, den ganzen geistigen Müll anderer Leute. Aber dieser Ruf, den du gerade hörst, kommt aus einer Welt hinterm Horizont. Jenseits deiner Komfortzone. Hier bei mir kannst du dich dich Selbst erfinden. Ich bestehe aus lediglich beliebig aneinander gereihten Buchstaben. Ausatmen ist die Art, wie deine Seele „Hier, das bin ich“ sagt.
Und wenn du bereit bist, deine Wahrheit zu leben, wird sich alles verändern. Der Mensch wird nicht dadurch geschaffen, was ihn prägt – sondern dadurch, was ihn ruft. Das wirkliche „Ich“ entsteht beim Weggeben, nicht beim Sammeln. Hältst du den Atmen an, verlierst du ihn auch.
Du weißt nicht, was du kreieren sollst?… Wie wäre es erstmal mit der Neugier zu dir selbst? Schreib über deinen Prozess. Über deine Verwirrung. Sammle Zitate, Links oder Erfahrungen und entdecke neue Seiten an dir. Am besten, du hast einen Ort dafür, wo alles zusammen kommt. Ich empfehle Notion dafür.
Was ist der Sinn etwas zu konsumieren, wenn es dich nur unterhält? Fang damit an, Situationen zu vermeiden, die dein Potential unterdrücken. Setze neue Impulse, die dich auch zur eigen Kreation inspirieren. Warum schaust du Koch Videos ohne selbst die Rezepte auszuprobieren. Warum schaust du dir Kunst an, wenn du nicht auch selbst Kunst machst? Warum führst du Beziehungen, wo du nicht du selbst sein kannst? Wieso nimmst du an Gesprächen teil, die dich nicht interessieren?
Der Filter
Zu viel Dreck liegt in der Luft. Deshalb rate ich dir einen Filter einzubauen. Er lässt nur das durch, was dich lebendiger macht und blockiert alles, was dich kleiner macht. Er fragt dich bei jeder Information: „Ist das wirklich meins?” Oder atmest du nur den dreckigen Staub anderer Menschen?“ Du lässt nichts mehr ungeprüft an deine Seele ran. Und was deiner Seele gut tut ist eine eigene Geschichte für sich. Nicht alles, was sich gut anfühlt, tut dir auch gut 😉.
Wenn du also noch keinen Wahrheitsfilter hast, wird es höchste Eisenbahn. Ich weiß doch, dass du Ideen hast. Nur aus irgendeinem Grund stellst du dich dir selbst in den Weg. Wenn du ein geistiges Ziel hast, brauchst du nichts weiter tun, als zu atmen. Versuchs mal. Aber eben durch diesen Filter. Durch einen Geist, der sich dafür entscheidet, über sich hinaus zu wachsen.
Was tun Pflanzen denn groß, um zu gedeihen? Bisschen Sonne. Bisschen Wasser. Bisschen Weinen und leiden. Und dann beginnt schon das schaffen. Jeder Atemzug ist also ein kleiner Beweis für dein Vertrauen ins Leben.


Der Augenblick, der Atem und wenn dann noch der Herzschlag gespürt wird, was ist dem noch hinzuzufügen. Mir fällt nichts ein.