Gespräche mit Gott #5
Die große Sehnsucht nach Heimat
Ich:
Gott…
Ich hab Heimweh.
Aber nicht nach einem bestimmten Ort.
Nicht nach einem Haus, einer Stadt, einem Land.
Ich hab Heimweh nach etwas, das ich nicht benennen kann.
Aber wie kann man etwas vermissen, das man garnicht kennt?
Gott:
Weil du mehr bist, als dir bekannt ist.
Weil du mehr fühlst, als dir bewusst ist.
Heimweh ist der Ruf der Leidenschaft.
Und Leiden schafft unbekannte Orte.
Ich:
Unbekannte Orte?
Was meinst du?
Gott:
Ich meine eure gemeinsame Wirklichkeit.
Die Tiefe, in der ihr euch wirklich begegnen könnt.
Nicht nur über Worte, sondern über Wahrheit.
Nicht nur in Konzepten, sondern in Gefühl.
Ich:
Also ist Heimat… kein Ort?
Gott:
Nein.
Heimat ist kein Ort.
Heimat ist der Moment,
in dem du dich nicht mehr versteckst.
Nicht vor anderen.
Nicht vor dir.
Ihr müsst euch nur an eure gemeinsame Zukunft erinnern.
Ich:
Aber wir hatten nie eine.
Gott:
Dann erinnert euch nach vorne.
Du glaubst, Erinnerung sei Rückblick.
Aber WIRkliches Erinnern ist Anknüpfen.
An deine Essenz. Deine Beziehungen.
Ich:
Ich hab mal gehört:
Heimat ist der Ort,
wo das WLAN sich automatisch verbindet.
Gott:
So kann man es auch ausdrücken.
Nur dass ihr selbst die Trägersignale seid.
Wo zwei Herzen auf derselben Frequenz senden,
da entsteht Verbindung.
Da entsteht Heimat.
Ich:
Also kann ich in mir selbst zu Hause sein?
Immer zu jeder Zeit an jedem Ort?
Gott:
Ja.
Denn wenn du in dir kein Zuhause findest,
wirst du ewig im Außen suchen
und niemals ankommen.
Ich:
Du meintest doch Heimat lege in der Verbindung.
Gott:
Ja.
Die Verbindung zu dir Selbst
ist im Grunde auch die Verbindung zu anderen.
Je mehr Menschen sich selbst spüren
je ehrlicher sie sich zeigen,
je tiefer sie sich begegnen
desto größer wird euer Zuhause.
Heimat wächst mit Verbindung.
Mit WIRklichkeit.
Ich:
Zuhause liegt also in unseren Herzen?
Gott:
Genau.
Es ist eure gelebte Gegenwart.
Das, was passiert, wenn ihr euch wirklich seht.
Wenn niemand mehr seine eigene Rolle spielt,
sondern seine wirkliche Rolle im Weltgeschehen.
Ein schlauer Mensch meinte einmal:
”Die ganze Welt ist eine Geschichte und wir spielen darin mit.”
Ich:
Wir leben doch alle auf demselben Planeten…
Warum reicht das nicht?
Gott:
Ihr lebt zwar auf demselben Planeten,
aber noch nicht in derselben Wirklichkeit.
Ihr habt Grenzen gezogen,
wo keine waren.
Länder. Identitäten. Lager.
Und dann habt ihr euch eingeredet,
in dieser Spaltung zu Hause zu sein.
Aber wie kann man sich zu Hause fühlen,
wenn nebenan Menschen verhungern?
Wie kann ein Ort Heimat sein,
wenn ihr Mauern baut,
um andere draußen zu halten?
Ich:
Das heißt, unser eigentliches Zuhause ist…?
Gott:
Planet Erde.
Euer Körper.
Eure Beziehungen.
Das Jetzt.
Bedenke dass dein wirklicher Körper nicht von der Natur getrennt ist.
Die Erde ist euer Körper. Wasser euer Blut. Luft euer Atem. Feuer euer Geist.
Heimat ist nicht exklusiv.
Sie will geteilt werden.
Nicht besessen. Nicht verteidigt.
Sondern erweitert.
Mit jedem Menschen,
den du wirklich siehst,
wird dein Zuhause größer.
Ich:
Also ist Heimweh das Gefühl, das uns wieder zusammenbringen könnte?
Gott:
Ja. Heimweh ist das Leid, was eure Zukunft schafft.
Heimat liegt zwischen euch.
In dem, was euch verbindet.
Im Unsichtbaren.
In dem, was ihr spürt,
aber oft nicht wagt auszusprechen.
Und genau deshalb fühlt sich die Welt so fremd an:
Weil ihr euch selbst fremd geworden seid.
Weil ihr denkt, ihr müsst perfekt sein,
um geliebt zu werden.
Aber Heimat beginnt dort,
wo du dich unperfekt zeigen darfst.


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